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Einzeltest: »S« wie »schneller«
iPhone 3G S im Test

Artikel aus Internet Professionell Ausgabe 6/2009
Author: Daniel Dubsky, Maxim Roubintchik, Jason Chen

Das neue iPhone ist da, und auch wenn die Änderungen gegenüber dem Vorgängermodell auf den ersten Blick marginal wirken, so vermögen sie im Test doch zu überzeugen. Mit dem iPhone 3G S geht eigentlich alles schneller und macht daher auch mehr Spaß.

Innere Werte

Äußerlich mag das iPhone 3G S dem iPhone 3G fast bis aufs Haar gleichen, doch in diesem Fall machen die inneren Werte den Unterschied aus. Unsere Kollegen von Gizmodo konnten das neue Apple-Handy bereits ausführlich testen und sind begeistert: das iPhone 3G verrichtet zwar nach wie vor zuverlässig seine Arbeit, doch wer das neue iPhone ausprobieren durfte, mag es nicht mehr hergeben.

Bildergalerie: iPhone 3G S

Das liegt vor allem an der neuen Geschwindigkeit, die das iPhone 3G S dank CPU mit 600 MHz und 256 MByte RAM bietet. Es startet doppelt so schnell, und auch Anwendungen wie Safari, E-Mail oder die Kamera sind flotter gestartet, arbeiten flüssiger - das Gefühl entspricht etwa dem, wenn man von einem drei Jahre alten Rechner auf einen neuen umsteigt. Die Arbeit macht einfach mehr Spaß.

Zudem ist das iPhone auch im Internet schneller unterwegs. In mehreren Durchläufen mit Speedtester aus dem App Store schaffte das iPhone 3G S durchschnittlich 1568 kBit/s, während das iPhone 3G nur 1165 kBit/s erreichte. Im Upload lagen beide Handys zumeist gleichauf bei etwas über 200 kBit/s - in einzelnen Durchläufen zog das neue Modell allerdings aus unerklärlichen Gründen deutlich davon und war doppelt so schnell.

Die neue iPhone-Software macht auch einiges, rüstet sie doch wichtige Funktionen wie Copy-and-Paste nach. Der neue Kompass sieht zunächst wie Spielerei aus, kann aber durchaus praktisch sein. Sehr gut: wer die eigene Position in den Google Maps anzeigen lässt, kann auch gleich die Karte so drehen lassen, dass sie in die Richtung zeigt, in die man schaut.

Bildergalerie. iPhone OS 3.0

Richtig gut ist die neue Sprachsteuerung, um Freunde anzurufen oder beim Musikhören neue Songs anzusteuern. Voraussetzung ist natürlich, dass man die richtigen Befehle kennt - dann fragt sie sogar nach, wenn man etwa einen »Mike« anrufen will, es davon aber mehrere im Adressbuch gibt. Kleine Schwierigkeiten gibt es allenfalls bei einigen Bandnamen: im Test verwechselte das Apple-Handy schon mal »Phoenix« mit »INXS« oder »DMX«.

Nun zur Hardware: das Display des iPhone 3G S reflektiert etwas stärker als das Display des 3G. Das liegt an der neuen Oberfläche, die weniger empfindlich für Fingerabdrücke ist - diese behindern nun die Benutzung des Handys überhaupt nicht mehr. Zudem lässt sich das Display nun leichter säubern, zur Not auch mit dem T-Shirt.

Vergleich Kamera iPhone 3G und iPhone 3G S

Die Kamera des iPhones nimmt nun Bilder mit 3 Millionen Pixeln auf und macht viel bessere Bilder als die Kamera im Vorgängermodell. Vor allem bei Nahaufnahmen und schlechten Lichtverhältnissen sind die Unterschiede in der Bildqualität erheblich! Auch Videos lassen sich aufnehmen, die gut aussehen, auch wenn sie nicht immer die versprochenen 30 Frames pro Sekunde haben. Lediglich bei schlechten Lichtverhältnissen sind die Videos kaum noch zu gebrauchen. Sehr schön: sowohl bei Fotos als auch Videos lässt sich ein beliebiges Objekt fokussieren, indem man es auf dem Touchscreen antippt.

Wer will, kann die Videos auf dem iPhone auch gleich schneiden und etwas anpassen, bevor er sie direkt bei YouTube einstellt. Das funktioniert ähnlich wie mit iMovie auf dem Mac und ist in erster Linie dem bereits erwähnten, flotteren Prozessor im iPhone zu verdanken. Das iPhone 3G hat diese Funktion nämlich nicht, weil es einfach nicht leistungsstark genug ist.

Trotz der besseren Hardware hält der Akku im iPhone 3G S sogar länger als der im 3G, einen Tag heftige Nutzung steht er locker durch.

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