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Einzeltest: Adobe Photoshop Express Beta
Kostenloser Mini-Photoshop für den Browser

Artikel aus Internet Professionell Ausgabe 3/2008
Author: Heiko Mergard

Mit Photoshop Express bietet Adobe Internet-Nutzern 2 GByte-Online-Speicher, Foto-Korrekturen, Effekte und Web-Diashows - und das komplett gratis. PC Professionell hat sich die brandneue Beta-Version angeschaut.

Eine echte Online-Bildbearbeitung?

Mit Photoshop Express verbindet Adobe zwei Welten: Foto-Community und Online-Bildbearbeitung. Die kostenlose Browser-Anwendung lässt Fotofreunde bis zu 2 GByte an Bildern hochladen, in Galerien und Alben organisieren und als Web-Diashow präsentieren. Der Direkt-Versand per Webmail ist ebenso möglich wie das Einbetten in die eigene Website sowie das Kombinieren mit vorhandenen Accounts bei den Communities Facebook, Picasa und Photobucket. Flickr wird derzeit nicht unterstützt, es ist jedoch davon auszugehen, dass dies in absehbarer Zeit der Fall sein wird.

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Die wirklich intuitive Bedienung gestattet Anwendern, ihre Bilder schnell und unkompliziert in Web-Alben anzulegen und zu veröffentlichen. Sollen dann einzelne Fotos aufgehübscht werden, stellt Photoshop Express dafür nützliche Werkzeuge im Bereich Grundlagen (Basics), Optimierung (Tuning) und Effekte (Effects) bereit.

Funktionen wie 1-Klick-Auto-Korrektur, Belichtungs- und Sättigungskorrektur zeigen dem Nutzer eine Reihe von Bildalternativen, so dass keine Vorkenntnisse notwendig sind, um Änderungen vorzunehmen. Ist die gewünschte Optik nicht Bestandteil der vorgeschlagenen Bildversionen, lassen sich Mittelwerte etwa durch Bewegen eines einfachen Schiebereglers berechnen. Für die Rote-Augen-Korrektur genügt es, auf die roten Augen zu klicken. Beim Retuschewerkzeug bestimmt der Anwender Ziel- und Quellbereich sowie die Größe des Wirkungsfeldes, um störende Bildelemente zu entfernen. Das Beschneiden und Drehen rundet die Basisfunktionen ab.

Die Tuning-Optionen gehen etwas mehr ins Detail. So lassen sich etwa die Lichttemperaturen über eine Belichtungsreihe auswählen, um Fehlbelichtungen unter Blitz- und Neonlicht oder bei bedecktem Himmel zu korrigieren oder gezielt zu simulieren. Die Bedienung könnte nicht einfacher sein. Helle und dunkle Bildbereiche lassen sich mit den Funktionen Highlight und Fill Light korrigieren. Das Schärfe-Tool sorgt bei flauen Aufnahmen für einen markanteren Bildeindruck.

Im Vergleich zur Spielfreude von Digitalfoto-Junkies stecken die Effekt-Tools noch in den Kinderschuhen. So lässt sich mit dem Pop-Color-Filter nur eine Farbe im Bild hervorheben, jedoch keine mehrfache Auswahl treffen. Über den Hue-Button ist das ganze Bild umzufärben, per Tint einfarbig zu gestalten, etwa für eine klassische Sepia-Tönung. Die Schwarzweiß-Konvertierung offeriert ebenfalls einige Bildalternativen, lässt jedoch keine dezidierte Berechnung einzelner Farbkanäle zu. Die Ergebnisse der Zeichenumsetzung (Sketch) vermögen auch noch nicht zu überzeugen. Interessanter ist da schon das Distort-Feature, mit dem sich Bildbereiche verzerren oder aufpixeln lassen.

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Kapitel:
Eine echte Online-Bildbearbeitung? | ?aber auch ein echter Photoshop? | Stärken und Schwächen | Fazit

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