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Einzeltest: Avanquest Partition Commander 10 Professional
Festplatten-Trimmer

Artikel aus Internet Professionell Ausgabe 2/2008
Author: Dagmar Etirel

Für flexibles Festplattenmanagement bietet bisher keine Windows-Version ausreichende Funktionen. Der neue Partition Commander 10 will Abhilfe schaffen mit Features fürs Partitionieren, Formatieren, Defragmentieren, Konvertieren und Klonen. Im Notfall soll eine Boot-CD helfen.

Stärken des Programms

Selbst professionelle Anwender werden ihre Festplatten nicht jeden Tag formatieren, umpartitionieren, konvertieren oder klonen. Ein Tool für flexibles Festplattenmanagement steht daher oft nicht auf dem ersten Platz ihrer Wunschliste. Dennoch erweist sich ein Partitionierungstool als wertvolles Hilfsmittel, wenn der Speicherplatz auf einem Volume knapp wird, die Festplattenstruktur nach einem Virusangriff beschädigt ist oder unangenehme Festplattengeräusche das Sichern aller Daten anraten lassen. Ein Programm wie der neue Partition Commander 10 Professional gehört deshalb in jeden Admin-Werkzeugkasten, auch wenn das Tool auf dem einen oder anderen Test-PC noch Schwächen zeigt.

Aufgeräumte Oberfläche: Partition Commander 10 bietet alle wichtigen Funktionen im Direktzugriff, besitzt aber auch gewöhnungsbedürftige Eigenheiten in der Bedienung. ((Ins Bild klicken für vollständige Ansicht.))

Der Funktionsumfang von Partition Commander 10 Professional ist gut. Die Boot-CD macht die wichtigsten Funktionen rund um das Partitionieren auch bei nicht mehr startfähigem Betriebssystem zugänglich. Hinzukommen ein Boot-Corrector für MBR-Operationen und eine Kommandozeile für Systemdatei-Reparaturen. Äußerst nützlich: Wer noch mehr Sicherheit braucht, kann weitere Rettungs-CDs erstellen. Dafür hält das Tool einen speziellen Konfigurator bereit, mit dem sich Standard-CDs/DVDs sowie benutzerdefinierte Rettungsdisks erstellen lassen.

Mit Partition Commander 10 lassen sich FAT- und NTFS-Partitionen löschen, anlegen, formatieren, zusammenführen, konvertieren, anordnen und verschieben. Beim Formatieren können Partitionen für die Dateisysteme FAT, NTFS, Swap, Ext 2 und 3 sowie RFS und HPFS vorbereitet werden. Das ist nichts Besonderes. Sehr nützlich ist jedoch die Klon-Funktion, mit der sich exakte Bit-für-Bit-Kopien vorhandener Partitionen oder ganzer Festplatten erstellen lassen. Die dienen einerseits als Backup, andererseits sind damit Inhalte zu klein gewordener Festplatten auf neue größere Datenträger zu übertragen, die das alte Medium dann ersetzen.

Darüber hinaus können Benutzer eine Festplatte für die Verwendung mit älteren Windows-NT-Systemen präparieren, indem sie eine aktuelle NTFS-Partition downgraden. Das Upgraden etwa von NTFS 3 auf NTFS 5 ist jedoch nicht möglich.

In Notfällen, sollten Partitionen unwillentlich gelöscht worden sein, hilft ein Assistent zur Wiederherstellung gelöschter Partitionen weiter. Diese Wiederbelebung funktioniert jedoch nur, wenn die entsprechenden Festplattenbereiche nicht zuvor schon neu formatiert, verschoben oder zusammengeführt wurden.

Auch zwei Defragmentierungsroutinen bringt Partition Commander mit, und zwar für Partitionen sowie für die MFT (Master File Table). Das kann Systeme mit stark fragmentierten Daten spürbar beschleunigen. Anders als bei O&O Defrag 10 darf das zu defragmentierende Volume bei Partition Commander während des Vorgangs jedoch nicht in Benutzung sein.

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Kapitel:
Stärken des Programms | Bedienung mit Fallen | Schwächen des Programms | Fazit

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