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Einzeltest: Freecom Network Drive
Festplatte fürs Heimnetzwerk

Artikel aus Internet Professionell Ausgabe 8/2007
Author: Tom Semmler

Mit seinen neuen Network Drives will der deutsch-niederländische Hersteller Freecom im NAS-Segment punkten. Die Geräte speichern bis zu 500 GByte; wir haben das 400-GByte-Modell getestet.

Für den Dauerbetrieb kaum geeignet

Das Freecom Network Drive besitzt USB- und Ethernet-Schnittstelle. Der zweite Anschluss macht das Laufwerk interessant, denn so kann es als Netzwerkspeicher (NAS) verwendet werden, auf den alle Clients im LAN zugreifen können.

Um das Network Drive im Netzwerk verwenden zu können, muss es zuerst direkt an einen Computer angeschlossen werden. Denn es ist als Server konfiguriert und verteilt IP-Adressen im LAN. Der Rechner sollte sich daher dynamisch eine IP zuweisen lassen.

Um auf die Konfiguration des NAS zuzugreifen, bietet Freecom Windows-Usern den Network Storage Assistant. Im Grund macht dieser aber nichts anderes als auf die Web-Oberfläche zu verlinken. Die kann der Benutzer aber auch manuell im Browser aufrufen, entweder über http://FND oder die IP-Adresse des Gerätes; die Default-IP ist 169.254.0.1. So können auch Mac- und Linux-User ohne die Helfersoftware den Netzwerkspeicher administrieren.

Das Web-Interface ist aufgeräumt und klar gegliedert. Das als PDF mitgelieferte Handbuch empfiehlt, zuerst in den System-Informationen das Admin-Passwort zu ändern. Dass der Nutzer Admin selbst nicht geändert werden kann, ist dagegen ärgerlich. Im selben Bereich werden auch Host- und Gruppennamen eingetragen und der Passwortschutz angelegt. Anschließend können Benutzer und Rechte festgelegt werden. Ordnerfreigaben sind ebenfalls möglich.

Das Laufwerk arbeitet mit den Grundeinstellungen als DHCP-Server. Wer es im Netzwerk verwenden will, muss dies unter Status deaktivieren. Um sicher zu gehen, dass das NAS leicht erreicht wird, lässt sich unter IP-Config eine Statische IP einrichten, inklusive Subnetzmaske, Gateway und DNS.

Für den externen FTP-Zugriff lässt sich im NAS ein Port frei bestimmen, auf diesen muss dann vom Router weiter geleitet werden. So ist auch der Fernzugriff aus dem Internet kein Problem.




Die Performance das Network Drives ist gut. Besonders angenehm ist, dass es flüsterleise und praktisch vibrationsfrei arbeitet. Das Tempo des Ethernet-Datentransfers ist mit 100 Mbit/s durchschnittlich.

Als Server ist die Disk nicht zu empfehlen, denn sie arbeitet ohne Lüfter. Die Admin-Oberfläche bietet daher auch einen Sleep Timer, der das Gerät bei Inaktivität deaktiviert. Der Default-Wert ist auf 45 Minuten eingestellt. Das ist auch sinnvoll, denn das dicke Aluminium-Gehäuse des 1,25 Kilogramm schwere Laufwerks wird bereits im Leerlauf mehr als handwarm.

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