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Einzeltest: Windows Server 2008 Server Core
Windows ohne Fenster

Artikel aus Internet Professionell Ausgabe 7/2007
Author: Michael Pietroforte

Eine mit Spannung erwartete Neuerung von Windows Sever 2008 ist Server Core - ist es doch seit MS-DOS Microsofts erstes Betriebssystem, das ohne grafische Benutzeroberfläche daherkommt und im Wesentlichen über die Kommandozeile konfiguriert wird.

Schlankes Windows für Server

Server Core wird man nicht als eigenständiges Produkt erwerben können. Vielmehr handelt es sich um eine funktionsreduzierte Installationsoption der Standard-, Enterprise- und Datacenter-Ausgabe von Windows Server 2008. Gleich zu Beginn der Installation muss man sich festlegen, ob man statt der jeweiligen Vollversion Server Core einrichten möchte. Eine Nachrüstung der grafischen Benutzeroberfläche ist nicht vorgesehen. Ebenso wenig ist es möglich, die Vollversion von Windows Server 2008 in Server Core umzuwandeln.


Server Core ist eine Installationsoption des Windows Server 2008. Die grafische Benutzeroberfläche lässt sich später nicht nachrüsten.

Nach der Installation präsentiert sich Server Core lediglich mit einem spartanischen Kommandozeilenfenster. Es gibt es kein Windows-Startmenü, keine Taskleiste, keinen Windows Explorer, und selbst ein Rechtsklick auf den Desktop bringt kein Kontextmenu zum Vorschein. Es fehlt im Grunde also alles, was Windows einst seinen Namen gegeben hat.

Doch die grafische Oberfläche ist nicht das Einzige, was Microsoft bei Server Core ausgespart hat. So fehlen etwa alle Gerätetreiber, die für ein Serverbetriebssystem nicht essentiell sind. Außerdem wurde die Zahl der Serverdienste reduziert. Bei Windows Server 2008 werden standardmäßig etwa 75 Dienste installiert, bei Server Core sind es ungefähr 40.

Überraschenderweise fehlt auch PowerShell, Microsofts neue Befehlszeilenshell und Scripting-Umgebung. Gerade bei einem System, das über keine grafische Benutzeroberfläche verfügt, wäre die mächtige PowerShell sicher ein nützliches Werkzeug gewesen. Der Grund hierfür ist, dass PowerShell auf .NET basiert, das ebenfalls dem Rotstift zum Opfer gefallen ist. Die Integration von .NET hätte Server Core fast auf die Größe der Vollversion von Windows Server 2008 aufgebläht. Das hätte die eigentliche Zielsetzung konterkariert, denn Server Core soll ein möglichst schlankes Betriebssystem sein.

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Schlankes Windows für Server | Viel Arbeit für Admins | Remote-Administration

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