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Einzeltest: Das Vollblut unter den Arbeitspferden
Vorstellung: Workstation Fujitsu-Siemens Celsius R540D

Artikel aus Internet Professionell Ausgabe 4/2007
Author: Klaus Laenger

Auch wenn High-End-PCs inzwischen eine erstaunliche Leistung entfalten, wie der PCpro-Vergleichstest zeigt, spielen hochklassige Workstations wie die Celsius R540-D immer noch in einer anderen Liga. Denn in dem unscheinbaren Tower arbeiten gleich zwei Quad-Core-Prozessoren.

Fujitsu Siemens Celsius R580-D

Auf dem Dual-CPU-Mainboard im Celsius R540-D sitzen zwei Xeon-X5355-Prozessoren von Intel, das derzeitige Spitzenmodell mit 2,66 GHz Taktfrequenz und FSB1333. Der Frontside-Bus der beiden Clovertown-CPUs ist damit um 267 MHz höher, als der FSB der Desktop-Variante Kentsfield. Das Mainboard basiert auf dem Intel-5000X-Chipsatz mit separaten FSBs für beide Prozessoren. Als Speicher kommt mit FB-DIMM ein Typ zum Einsatz, der nur in Servern und High-End-Workstations verwendet wird. Die DDR2-Speicherchips werden hier nicht über einen parallelen Speicherbus angesteuert, sondern sind seriell über einen Advanced Memory Buffer (AMB) auf den Modulen angebunden. Der benötigt zwar zusätzliche Energie, erlaubt aber den Einsatz von mehr Speicherbänken, als bei der herkömmlichen Technik. Auf dem relativ kompakten Mainboard finden zwar nur vier Speichersockel Platz, aber auch die können mit bis zu 16 GByte RAM bestückt werden. In unserer Testmaschine stecken aber insgesamt nur zwei GByte Arbeitsspeicher.

Ein raffiniertes Kühlkonzept mit zwei großen 120-Millimeter-Lüftern und genau definierten Luftkanälen sorgt dafür, dass die beiden Prozessoren und der Speicher auch mit einer niedrigen Lüfterdrehzahl und dadurch niedrigen Lautstärke ausreichend gekühlt werden. Bei dem Celsius R540 in unserer Redaktion tragen auch die beiden Grafikkarten zur niedrigen Lautstärke bei: Statt lautstarker 3D-Boliden stecken zwei zierliche Kärtchen mit passiv gekühlten Quadro-NVS-285-Chips auf dem Dual-CPU-Mainboard. Die erste Karte kommuniziert über 16 PCI-Express-Lanes mit dem Mainboard, die zweite Karte ist ein Modell mit einem PCI-Express-X1-Anschluss. Für 2D-Grafik reicht die schmalere Bandbreite auch vollkommen aus.

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