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Einzeltest:
Outdoor-Digicams: Ricoh Caplio 500G Wide und Olympus Mju 770 SW
Die Schöne und der Klotz
Artikel aus Internet Professionell Ausgabe 4/2007
Author:
Manuel Alvarez
Zwei Kameras für den Outdoor-Einsatz: Die Modelle von Olympus und Ricoh überstehen auch das Bad im Aquarium oder einen kleinen Sturz unbeschadet.
Testbericht
 Digitalkameras kommen überall zum Einsatz, doch im Berufsleben und im Urlaub werden die kleinen Geräte besonders beansprucht. Standardmodelle sind den Anforderungen oft nicht gewachsen: Die Konfrontation mit Staub und Wasser oder einen Sturz überlebt eine Digitalkamera von der Stange meist nicht.
Ganz anders ist dies bei der Olympus Mju 770 SW und der Ricoh Caplio 500G Wide. Bei ihnen kann man Dreck und Matsch unter fließendem Wasser abspülen, und selbst ein zweistündiges Bad im Aquarium macht ihnen nichts aus. Die Olympus ist laut Herstellerspezifikationen widerstandsfähiger als die Ricoh. Die Mju verträgt eineTauchtiefe von zehn Metern, die Caplio von nur einem Meter.
Eine mechanische Belastbarkeit von bis zu 100 Kilogramm soll die Olympus aushalten. Das wollen wir natürlich genau wissen und probieren aus, ob sie dem Gewicht des PCpro-Testers (85 Kilogramm) standhält. Tatsächlich: Die Olympus trägt keine sichtbaren Schäden davon. Auch den Sturz von der ein Meter hohen Tischkante im Labor auf den Vinylboden überleben beide Kameras. Olympus gibt als Fallhöhe nach Militärstandard für die Mju eineinhalb Meter, Ricoh für die Caplio einen Meter an.
Bildqualität
Robustheit allein genügt aber natürlich nicht für eine gute Bewertung ? eine Kamera muss schließlich gut fotografieren. Die Bildqualität der Olympus ist deutlich besser, die Ricoh neigt in fast allen ISO-Bereichen zum Rauschen. Zudem kann die Olympus trotz niedriger auflösendem Sensor mehr Nutzdaten aus den Bildern holen. Mit 14 619 KByte schlägt die Mju (7,1 Megapixel) die Caplio (8 Megapixel).
Auslöseverzögerung
Ricoh hat schon mit anderen Modellen Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt und hängt auch mit der Caplio 500G die Messlatte sehr hoch. Ob mit oder ohne Vorfokussierung ? mit einem Durchschnittswert von 90 Millisekunden ist sie die schnellste kompakte Digitalkamera, die das PCpro-Testlabor getestet hat. Olympus setzt mit der Mju 770 SW keine besonderen Akzente. Sie ist nicht langsamer als andere Kompaktkameras, schnell bewegende Objekte sollten aber vorfokussiert werden.
Brennweite
Die Caplio punktet mit einem für Ricoh typischen extremen Weitwinkelbereich. Los geht es schon bei 28 Millimetern ? auch wenn dann das Objektiv in den optischen Sucher ragt. Olympus startet mit einer Brennweite von 38 Millimetern. So bekommt man mit der Caplio aus einem Meter Entfernung noch eine Gruppe mit fünf Personen ins Bild, die Olympus schafft nur drei. Zudem ist die Caplio bei extremen Nahaufnahmen unschlagbar. Im Test fokussiert sie, obwohl das Objektiv fast auf dem zu fotografierenden Objekte aufliegt. Die Olympus-Kamera ist dafür im Telebereich mit 114 Millimetern gegenüber 85 bei der Ricoh vorn.
Bedienung und Ergonomie
Die Ricoh hat geradezu riesige Knöpfe, die man auch mit Handschuhen bedienen kann. Die Miniaturknöpfe der Olympus bereiten dagegen selbst Anwendern mit schlanken Fingern Probleme. Auch die Beschriftung der Mju-Tasten ist unter schlechten Lichtverhältnissen kaum zu erkennen. Dafür ist das Display der Mju besser lesbar. Der Akku der Mju hält mit 600 Bildern doppelt so lang wie bei Ricoh.
Fazit
Den Vergleich gewinnt die Olympus Mju 770 SW, weil sie eine bessere Bildqualität bietet und, obwohl sie sehr robust ist, immer noch ein schickes Design hat. Die Ricoh glänzt mit Einzelfeatures wie extremem Weitwinkel, schneller Auslösung und besserer Bedienbarkeit.
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Testbericht
| Testergebnis: Ricoh Caplio 500G Wide
| Testergebnis: Olympus Mju 770 SW
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