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Einzeltest: Highspeed-Ethernet: Devolo Microlink dLAN Highspeed Ethernet
Gebremster Datenstrom

Artikel aus Internet Professionell Ausgabe 9/2005
Author: Rüdiger Pein

Der Devolo-Highspeed-Adapter dLAN verspricht Übertragungsraten bis zu 85 MBit/s und eine Reichweite von bis zu 200 Metern. Wo er an seine Grenzen stößt, verrät der Testbericht.

Testbericht

Hochgeschwindigkeits-Ethernet über das hausinterne Stromnetz mit Übertragungsraten bis zu 85 MBit/s und einer Reichweite von bis zu 200 Metern verspricht der neue dLAN-Adapter von Devolo. Das etwa 8 x 6,5 Zentimeter große Steckergehäuse verfügt über eine Ethernet-Buchse zum Anschluss eines PCs oder Switches. Sechs LEDs geben Auskunft über den Verbindungsstatus. Während der Konfiguration der Treiber-Software vergibt der Anwender ein Passwort für die eingesetzte DESpro-Verschlüsselung. Diese soll verhindern, dass die von ungeschirmten Stromleitungen abgestrahlten Hochfrequenzsignale abgehört werden.

Unter optimalen Bedingungen, also beim Betrieb von zwei Adaptern an benachbarten Steckdosen, zeigt die Devolo-Software im Test eine Verbindungsrate von 72 MBit/s an. Das Utility NetIO meldet in dieser Konstellation 30 bis 33 MBit/s brutto, das Verschicken einer 1 GByte großen Testdatei mit dem Windows-Explorer dauert rund 6 Minuten. Gegenüber dem ebenfalls unterstützten Homeplug-1.0-Standard mit einer theoretischen Bandbreite von 14 MBit/s ist dies ein satter Geschwindigkeitsvorteil.

Bei einer Verbindung über zwei Stockwerke hinweg sinkt die gemessene Datenrate jedoch bereits auf 1,8 bis 2,5 MBit/s. Ein hinzugeschalteter Ventilator als Störquelle im Stromnetz lässt diesen Wert sogar auf 1,4 bis 1,8 MBit/s absinken die Übertragung der 1-GByte-Datei dauert dann 2 Stunden.

An ihre Grenzen stößt die Übertragungstechnik bei getrennten Stromkreisen, etwa im Büro oder in benachbarten Wohnungen, ebenso beim Einsatz eines Überspannungsschutzes: Im Test sinkt der Datendurchsatz dabei um gut 30 Prozent, manche Spannungsfilter verhindern die Verbindung sogar ganz. Für dLAN-Geräte gibt es daher spezielle Filter wie den MNT-Powerline von Phoenix Contact.

Mit einem Stückpreis von 100 Euro sind die Devolo-Highspeed-Adapter teuer. Wo WLAN passen muss, etwa bei der Überbrückung von Stahlbeton oder Rigips-Wänden, sind sie jedoch eine gute Alternative.

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