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Report: Windows Connect Now
Automatische WLAN-Sicherung à la Microsoft

Artikel aus Internet Professionell Ausgabe 8/2007
Author: Daniel Dubsky

Bei den Geräten von immer mehr WLAN-Herstellern kann die Verschlüsselung auf Knopfdruck eingerichtet werden. Mit Windows Connect Now hat auch Microsoft ein System für die automatische WLAN-Sicherung am Start, das nicht nur mit Routern und Windows-Clients, sondern auch einigen Druckern und Mediaplayern zusammenarbeitet.

Risiko: Offenes WLAN

Seit WPA und WPA2 das unsichere WEP abgelöst haben, lassen sich Funknetzwerke recht zuverlässig gegen Lauscher und ungewollte Mitsurfer sichern. Dennoch zeigen Untersuchungen immer wieder, dass zahlreiche WLANs ohne diese Sicherheitsmechanismen betrieben werden und damit Dritten offen stehen. Die Kosten, die Nutzern eines Zeit- und Volumentarifes durch Mitsurfer entstehen, sind da noch das kleinste Problem. Denn die ungebetenen Gäste können vertrauliche Daten ausspähen, indem sie einfach auf vorhandene Netzwerkfreigaben zugreifen oder unverschlüsselt via WLAN übertragene Daten abfangen. Zudem haftet der Betreiber des Funknetzwerkes laut einem Urteil des Landgerichts Hamburg für die Rechtsverletzungen Dritter, wenn er keine Maßnahmen ergreift, um sein WLAN zu sichern.

Dass trotzdem viele WLANs ungesichert funken hat verschiedene Ursachen. Einerseits ist das drahtlose Netzwerk meist ab Werk aktiviert und kann, sobald der WLAN-Router an die Steckdose angeschlossen ist, (unverschlüsselt) genutzt werden. Andererseits scheuen gerade unbedarfte Nutzer die vermeintlich komplizierte WLAN-Sicherung oder scheitern tatsächlich beim Versuch, sich mit Schlüsseln im Hexadezimalformat und Begriffen wie TKIP oder Pre-Shared Keys herumzuschlagen.


Bild: Viele Nutzer verzichten auf die Absicherung ihres WLANs - teils aus Unkenntnis, teils aus Faulheit.

Die Hersteller der WLAN-Geräte versuchen daher, das Verschlüsselungsprozedere für den User zu vereinfachen. AVM liefert beispielsweise seine Fritzbox mit aktivierter Verschlüsselung aus; wird der WLAN-USB-Stick des Herstellers an die Fritzbox gesteckt, übernimmt er die Sicherheitseinstellungen automatisch - der User braucht sich mit der Konfiguration nicht herumschlagen. Ähnlich einfach versuchen es andere Hersteller wie Buffalo Technology zu machen, bei deren Geräten Basisstation und Client die Schlüssel selbständig aushandeln, sobald am Router ein Button gedrückt und am Client-Rechner ein Icon auf dem Desktop angeklickt wird.

Auch Microsoft hat ein System für die einfache WLAN-Sicherung entwickelt: Windows Connect Now, oder kurz: WCN. Eingeführt wurde es zwar schon vor einiger Zeit mit dem Service Pack 2 für Windows XP, doch erst jetzt ist eine größere Anzahl Geräte auf dem Markt, die Windows Connect Now unterstützen.



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