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Report: Windows-Emulatoren für den Mac
Mit dem Apfel durchs Fenster

Artikel aus Internet Professionell Ausgabe 7/2007
Author: Jakob Jung

Für den Apple Macintosh gibt es nur in einigen Bereichen eine gute Software-Auswahl. Mittels Emulatoren können Nutzer auf die ganze Vielfalt der Windows-Welt zugreifen, ohne auf den Sex-Appeal eines echten Mac zu verzichten.

Die Stunde der Windows-Emulatoren

Es ist eine alte Geschichte, aber sie hat immer noch Nachwirkungen: "Als wir den Mac entwickelten, haben wir ein echt geiles Gerät geschaffen: Bloß die Software haben wir vergessen", berichtet Guy Kawasaki, einer der Gründerväter des Apple Macintosh ((http://www.apple.com/de/)). Das Layout-Programm Pagemaker bedeutete damals die Rettung. Und noch immer sind es vor allem Grafiker und Layouter, für die Mac-Software entwickelt wird. Mit dem Wechsel von Apple zur Intel-Plattform ist es zwar wesentlich einfacher geworden, Anwendungen von Windows nach Mac zu portieren. Trotzdem lohnt sich für die meisten Entwickler von Spielen und Unternehmens-Software der zusätzliche Aufwand nicht.

Hier schlägt die Stunde der Emulatoren: sie ermöglichen es, Windows-Software im Original-Modus auf Macs lauffähig zu machen. Apple selbst hat das Problem erkannt und wird deshalb die Emulator-Software Boot Camp zum festen Bestandteil des nächsten Betriebssystems Mac OS X 10.5 Leopard machen. Dennoch gibt es noch Raum für die Angebote von Drittherstellern, die mit einem höheren Leistungsumfang punkten wollen: Zu nennen sind hier zunächst Parallels Desktop für Mac 3.0, das in Deutschland von Avanquest vertrieben wird, Microsoft Virtual PC für Mac 7 sowie VMware Fusion.



Für das Parallels-Produkt spricht insbesondere der hohe Reifegrad, während Boot Camp und VMware Fusion noch immer in der Beta-Phase sind. Microsoft Virtual PC ist ursprünglich von Connectix entwickelt worden und schon von ehrwürdigem Alter. Es gab schon Berichte, dass die Weiterentwicklung ganz eingestellt wurde. Das dementiert zwar Andreas Hartl, Leiter Plattform Strategie bei Microsoft Deutschland. Da es aber hoffnungslos veraltet ist und mit 319 Euro für die Vollversion auch das mit Abstand teuerste Angebot ist, ist das Microsoft-Produkt derzeit keine ernstzunehmende Alternative.

Das Bedürfnis nach Emulatoren ist jedenfalls da. VMware Fusion, das erst seit wenigen Monaten erhältlich ist, wurde schon über 200.000-mal heruntergeladen, Parallels geht von 500.000 aktiven Nutzern seiner Software aus. Apples Bootcamp kann schon auf 2,5 Millionen Downloads verweisen. Ausdrücklich muss darauf hingewiesen werden, dass der Anwender in jedem Fall eine Vollversion von Microsoft Windows zur Hand haben muss: Das Betriebssystem wird bei keinem Emulator mitgeliefert.



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