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Report: Admins kleine Helfer
Tools für Systemadministratoren

Artikel aus Internet Professionell Ausgabe 5/2007
Author: Thomas Wittmann

Wir haben für Sie eine Reihe von Open-Source-Werkzeugen zusammengestellt, mit deren Hilfe Sie Ihre tägliche Arbeit einfacher, sicherer und effizienter gestalten. Quasi der Erste-Hilfe-Kasten für alle Systemadministratoren und ambitionierte Heim-Anwender.

System-Tools

Die Software-Ausstattung der großen Linux-Distributionen Fedora und OpenSuse ist in etwa gleich. Für die meistenWartungs- und Systemaufgaben sind entsprechende Tools an Bord, die allerdings oft manuell installiert werdenmüssen. Alternativ dazu können Sie Ihr System aber auch um Open-Source-Software erweitern. Linux Professionell stellt die besten und wichtigsten Helfer für Systemverwalter vor und liefert Praxis-Tipps zur Nutzung.

System-Tools

Wenn es einmal hakt, ist guter Rat teuer. Mit den folgenden Tools kommen Sie den meisten Linux-Problemen schnell auf die Schliche. Ähnliches gilt auch für die Administration: Kostenlose Tools sind den Standard- Programmen in vielerlei Hinsicht überlegen.

Schneller SysVinit-Ersatz
Bei runit (http://smarden.org/runit) handelt es sich um einen Ersatz für den in der Praxis doch recht trägen Systemdienst Vinit, der für den Start einzelner Prozesse beim Booten eines Systems (sowie deren Beenden beim Shutdown) verantwortlich ist. Die Vorteile von runit gegenüber SysVinit liegen auf Seiten der Performance. Je nach Anzahl der im Hintergrund laufenden Services übertrumpft runit die SysVinit-Funktion um den Faktor 3. Hintergrund: runit startet und stoppt die Prozesse parallel, beachtet dabei aber dennoch die Startreihenfolge. Empfehlenswert ist der Einsatz von runit auf Distributionen, die ohne starres Package- Update-Management ausgeliefert werden. So etwas ist unter anderem bei OpenSuse, Fedora Core und Ubuntu der Fall. In unserem Beispiel zeigen wir die Installation von runit unter Debian Sarge 3.1r2. Die Installation erfolgt mit:

apt-get update
apt-get install runit runitservices
runit-run


Debian führt alle notwendigen Konvertierungsschritte zu runit durch. Allerdings müssen Sie die Kernel-Zeile in /boot/grub/ menu.lst entsprechend anpassen:

kernel /boot/vmlinuz-2.4.27-2-386 root=/dev/hda1 ro

wird zu

kernel /boot/vmlinuz-2.4.27-2-386 root=/dev/hda1 ro

init=/sbin/runit-init

Anschließend wird per Befehl

runit-init 6


ein Reboot ausgelöst. Im Verzeichnis /var/service finden Sie einen Überblick, welche Services automatisch gestartet werden. Nach der Erstkonfiguration von runit finden sich hier lediglich die Getty-Prozesse für das Terminal. Im Verzeichnis /etc/sv sichert das Tool das Backup der zuvor von SysVinit verwendeten Services. Mit dem Befehl

ln -s /etc/sv/ssh /var/service

bringen Sie beispielsweise SSHD in den automatischen Neustart mit ein. Mit runit fährt das System nicht nur schnell hoch, auch der mit folgendem Befehl eingeleitete Shutdown geht flotter vonstatten:

/etc/runit/3



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