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Report: Mobilgeräte - Ein Sicherheitsrisiko?
Gefährlicher Leichtsinn

Artikel aus Internet Professionell Ausgabe 4/2007
Author: Thomas Kretschmann

Mit Smartphones und PDAs wird zu lässig umgegangen: Jeder Fünfte hat sein Gerät schon verloren ? jeder Zehnte schützt sein Mobilgerät überhaupt nicht.

Hardware-Hersteller haben in puncto Sicherheit noch einiges zu tun

Etwa 90 Prozent aller Businessanwender vertrauen ihrem Mobilgerät Geschäftsinformationen und vertrauliche Dokumente an. Dies geht aus einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Dynamic Markets (www.dynamicmarkets.co.uk) hervor. Geht das Smartphone mit den vertraulichen Firmendaten verloren oder wird es gestohlen, dann droht der Firma noch größerer Schaden durch den Datenverlust. Doch die Sicherheitsindustrie begegnet dieser Gefahr bisher nur halbherzig.

Zwar haben sich jede Menge Hersteller etabliert, die PDA- und Smartphone-Nutzern mit mehr oder weniger sinnvollen Anwendungen ein Gefühl der Sicherheit geben wollen. Eine effiziente Rundum-Lösung lässt jedoch noch auf sich warten. Recht pfiffig ist etwa MSafe für Palm-Smartphones. Die Software ermöglicht es, Daten auf dem Gerät nach dem Verlust per SMS-Nachricht an die eigene Nummer zu löschen. Gleiches gilt für das Tool Remote-Protect für Windows-Mobile-Geräte. Die Daten sind dann jedoch unter Umständen unwiderruflich verloren. Hardware-Hersteller haben also in puncto Sicherheit noch einiges zu tun. Gute Chancen werden der Sicherung per Fingerabdruckscan eingeräumt: Fast die Hälfte der deutschen Unternehmer halten dies für eine effektive und vor allem deutlich praktischere Lösung als eine Passwortabfrage. Erstmals stellte Pantech bereits 2006 ein Gerät mit Fingerscan-Sensor vor. Auch Toshiba will seine Handys sicherer machen: Auf der 3GSM-Conference in Barcelona zeigten die Entwickler gleich zwei UMTS-Smartphones, die auf einem Fingerscan-System basieren, das aus der Notebook-Serie Portégé entliehen ist.

Bei der erwähnten Studie wurden europaweit über 500 Unternehmer befragt. Fast alle (92 Prozent) gaben an, auf ihrem Gerät Firmenkontakte, Verträge und Strategiepapiere zu speichern. Neun Prozent vertrauen ihrem mobilen Begleiter sogar hochsensible Informationen zur Produktentwicklung an.

Deutsche sind vorsichtig

In Deutschland vertrauen 97 Prozent der Geschäftsleute ihren Mobilgeräten sensible Daten an. Gleichzeitig sind die Sicherheitsbedenken hierzulande am größten: Knapp siebzig Prozent der Unternehmer sorgen sich um die Sicherheit ihrer auf Smartphones gespeicherten Geschäftsdaten. In anderen Ländern ? etwa Großbritannien ? bereitet dieses Thema nicht einmal jedem zweiten Anwender Kopfzerbrechen. Über 40 Prozent aller Befragten geben ihr Gerät auch an Verwandte und Freunde. Auch hier liegt der deutsche User in puncto Sicherheitsbewusstsein an der Spitze: 60 Prozent der Unternehmer schützen die Daten, indem sie ihr Gerät nicht aus der Hand geben. Solange die Industrie keine besseren Sicherheitslösungen parat hat, ist das sicher der beste Weg.



Kapitel:
Hardware-Hersteller haben in puncto Sicherheit noch einiges zu tun

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