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Know-How:
Notebook-Laufzeit-Training
Nicht sofort an die Dose
 Im Gegensatz zur landläufigen Meinung gilt: Nicht sofort den Akku nachladen, sondern erst einmal den Ladezustand prüfen. Ein Beispiel: Wird ein Akku am Tag dreimal geladen - weil ein Außendienstler zwei Kunden besucht und dort den Akku lädt -, sind das bei zirka 200 Arbeitstagen im Jahr schon 600 Zyklen (3 x 200). Die Lebensdauer ist damit rechnerisch bereits nach einem Jahr abgelaufen! Führen Sie deshalb nach Möglichkeit einen kompletten Ladezyklus aus. Geht das nicht, sollte der Akku zumindest nach etwa 40 Zyklen vollständig geladen und danach komplett entladen werden. Die Akku-Elektronik registriert nicht geladene Zellen und markiert sie als potenziell defekt. Sie werden erst nach komplettem Laden/Entladen wieder als benutzbar eingestuft.
Tiefentladung schadet aber auch: Sinkt die Zellspannung unter 2,5 Volt, retten den Akku nur spezielle Ladegeräte. Geht die Zellspannung sogar unter einen Wert von 1,5 Volt, ist der Akku komplett unbrauchbar.
Bei häufiger Nutzung rentiert sich ein Zweit-Akku. Während der benutzte Akku abkühlt, wird der Ersatz-Akku geladen. Allerdings sollte der zweite Energiespender nicht auf Verdacht gekauft werden, er altert bereits nach der Herstellung und hat dann später nicht mehr die volle Kapazität.
Temperatur und Lagerung
Akkus reagieren empfindlich auf zu geringe und zu hohe Temperaturen. Der optimale Arbeitsbereich liegt zwischen 20 und 40 °C. In der Praxis sind solche Temperaturen aber kaum zu erreichen, denn der Prozessor, Grafik- und andere Chips heizen das Innere eines Notebooks auf über 50 °C auf. Bereits eine Temperatur von 60 °C verringert die Kapazität um rund fünf Prozent.
Wird der Akku längere Zeit nicht benutzt, sollte er entfernt werden. Die starke Belastung entfällt dann. Allerdings sind die chemischen Prozesse während der Lagerung in geringem Maße weiter aktiv und führen zur Selbstentladung. Typisch sind 3 bis 10 Prozent der Nennkapazität in einem Monat.
Ideal ist eine trockene Lagerung bei Temperaturen zwischen 0 und 25 °C. Die Tiefkühltruhe oder das Tiefkühlfach sollten es aber nicht sein, denn Temperaturen unter null schaden dem Akku. Gegen eine Lagerung im Kühlschrank spricht dagegen nichts. Sinnvoll ist dabei eine dichte Plastikverpackung, damit kein Kondenswasser an den Akku gelangt. Der Ladezustand sollte bei etwa 40 bis 50 Prozent der Nennkapazität liegen, um die Selbstentladung möglichst gering zu halten. Um einer Tiefentladung vorzubeugen, muss der Akku aber alle drei bis sechs Monate nachgeladen werden.
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